Förderkonzept

„Individuelles Fördern ist dort gegeben, wo die Lehrkraft Lernstandsdiagnosen für jedes Kind erstellt und durch innere Differenzierung auf die individuellen Lernbedürfnisse der Kinder eingeht, ohne die Aufgabenstellung aus den Augen zu verlieren.“ (Hilbert Meyer)

Das Förderkonzept der Grundschule Engelbertstraße umfasst neben der individuellen Entwicklungsaufgaben die Förderziele, die Rahmenbedingungen, die Maßnahmen zur Individualisierung im Fachunterricht sowie pädagogisch-therapeutische Maßnahmen.

Um die Lernausgangslage und –voraussetzungen eines jeden Kindes feststellen zu können, dienen die ersten Schulwochen dazu, Beobachtungen im Klassenverband und in der Einzelsituation sowie eine schuleigene, ausführliche Diagnostik durchzuführen. Die gesammelten Eindrücke und Ergebnisse bilden die Grundlagen für die weitere individuelle Förderung. Jedoch: Mit Förderung ist nicht nur die Förderung leistungsschwacher Schüler und Schülerinnen gemeint, sondern auch die Forderung der leistungsstarken Kinder.

Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler sollen überwiegend in den Bereichen

  • der Lernmotivation
  • des Ausbaus von Spezialwissen
  • der Vertiefung von Methodenkompetenzen und Lernstrategien sowie
  • der eigenständigen Erschließung von Lerninhalten

gefordert und gefördert werden.

Das erfolgreiche Lernen ist eines der Ziele unseres Fördergedankens. Nicht nur das kognitive Wissen sowie die Methodenkompetenzen sollen – gerade bei entwicklungsauffälligen Kindern – ausgebaut werden, sondern jeder Entwicklungsbereich des Kindes findet seine Berücksichtigung.

Es liegt auf der Hand, dass die Motorik und die Wahrnehmung wichtige Grundlagen für die Lernentwicklung eines jeden Kindes sind. Daher ist es uns ebenso wichtig, auch auf diese Bereiche zu achten, die eine weitere Basis für die individuelle und präventive Förderung darstellen.

Allen Zielen voran steht das Helferprinzip. Dadurch werden insbesondere die Sozialkompetenzen geschaffen und geformt – egal, ob leistungsschwach oder leistungsstark.

Im Zuge der Inklusion bekommt der Begriff  "Förderung" eine der elementarsten Bedeutung zugeschrieben. Dabei müssen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine durchgreifende individuelle Förderung ermöglichen. Unsere bisherigen Rahmenbedingungen, Maßnahmen zur Individualisierung und pädagogisch-therapeutische Maßnahmen stellen sich unter anderem folgendermaßen dar:

  • Klassenlehrerinnen/Klassenlehrer-Prinzip
  • jahrgangsgebundene Klassen
  • Bildung von Patenschaften
  • Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung in der Schuleigangsphase
  • Gemeinsames Lernen
  • intensive Zusammenarbeit mit den Kitas (gegenseitige Hospitationen, Einschulungskonferenzen etc.)
  • Kooperation mit außerschulischen Partnern

 

Es ist unabdingbar, die Inhalte des Förderkonzeptes regelmäßig zu überprüfen und zu aktualisieren. Klassenlehrerinnen, Sozialpädagogin, Sonderpädagogen sowie Erzieherinnen, Therapeuten und nicht zuletzt die Schulleitung arbeiten gemeinsam an diesem Prozess mit.

 

Derzeit sind an der Grundschule Engelbertstraße folgende Förderangeboten verankert:

  • Sportförderunterricht
  • Integrationsförderung
  • regelmäßige Lernstandsdiagnosen und deren Konsequenzen
  • systematisches Methodentraining als Lernspirale
  • XXL-Förderung
  • Dyskalkulieförderung
  • LRS-Förderung
  • teilweise Teamteaching
  • Leseförderung durch die Bürgerstiftung "Lebendiges Schwelm" sowie
  • Lepion-Stunden